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 1860 - Die Löwen
Steini Offline

500PS


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21.02.2007 11:47
Löwen gleichen gegen Duisburg 0:2-Rückstand aus Zitat · antworten

80 Minuten beherrschten die Löwen den Tabellenzweiten MSV Duisburg nach Belieben, trotzdem endet das Spiel unentschieden. Bereits nach sieben Minute lagen die Sechziger mit 0:2 durch einen Elfmeter von Youssef Mokhtari (5.) und ein Tor von Klemen Lavric (7.) zurück. Torben Hoffmann (17.) und Nemanja Vucicevic (77.) trafen zum 2:2 Ausgleich. Für die Gäste war es ein mehr als schmeichelhafter Punktgewinn gegen ein haushoch überlegenes Löwen-Team.

Personal: Trainer Walter Schachner musste im Heimspiel gegen Duisburg auf Kapitän Gregg Berhalter (5. Gelbe Karte), Lars Bender (Innenbandreizung im Knie) und Lukasz Szukala (Grippe) verzichten. Dazu kamen mit Christoph Burkhard, Roman Tyce und Harald Cerny drei Spieler, die sich nach Verletzungen noch im Aufbautraining befinden. Paul Agostino absolviert noch Reha-Maßnahmen. Dafür rückte Stürmer Berkant Göktan von der zweiten Mannschaft in den Profikader. Nicht rechtzeitig fit war Antonio Di Salvo (Entzündung der Muskelfaszie) geworden, sodass lediglich sechs Löwen-Spieler auf der Bank Platz nahmen.

Spielverlauf: Keine sieben Minuten waren gespielt, da stand es bereits 0:2. In der 5. Minute gab es auf halbrechts einen Freistoss für den MSV. Youssef Mokhtari schlug das Leder hoch an die Strafraumgrenze, Markus Daun behinderte im Rückwärtslaufen Danny Schwarz, der die Arme in die Höhe riss. Dabei prallte ihm der Ball an den Arm. Aber anstatt Foul für 1860 zu pfeifen, entschied Schiedsrichter Dr. Markus Merk auf Handspiel und auf Elfmeter für Duisburg. Dieses Geschenk ließ sich Mokhtari nicht entgehen, traf zum 1:0 für die Gäste (5.). Noch kurioser die Entstehung des zweiten Treffers für die „Zebras“ zwei Minuten später. Torben Hoffmann wollte zentral als letzter Mann den Ball aus der eigenen Hälfte nach vorne passen, rutschte weg, Mokhtari schaltete am schnellsten, schickte Klemen Lavric auf der rechten Seite auf die Reise. Der Slowene lief alleine auf Michael Hofmann zu, traf aus elf Metern zum 2:0 ins lange Eck (7.). In der 17. Minute machte der Münchner Innenverteidiger seinen Fehler wieder gut. Nach einem Eckball von der linken Seite durch Daniel Baier stieg Mate Ghvinianidze am Höchsten, seinen Kopfball konnte jedoch Alexander Bugera auf der Linie abwehren. Das Leder kam zu Hoffmann, der aus elf Metern flach ins Tor traf (17.). Die Löwen verstärkten in der Folge den Druck. Zwei Minuten später tankte sich Nemanja Vucicevic von der linken Seite durch den Strafraum, zog flach aufs kurze Eck ab, aber MSV-Keeper Georg Koch hatte aufgepasst, wehrte zur Ecke ab (19.). Wiederum zwei Minuten später war es Baier, der vom rechten Strafraumeck mit einer Bogenlampe den weit vorm Tor stehenden Koch zu überwinden versuchte, aber der Ball strich knapp am langen Eck vorbei (21.). Die größte Chance zum Ausgleich besaß Schwarz in der 24. Minute. Marcel Schäfer hatte von der linken Seite flach an den Elfmeterpunkt gepasst, Schwarz kam relativ unbedrängt zum Schuss, doch MSV-Keeper Koch konnte den nicht genau platzierten Schuss parieren (24.). In der 29. Minute eine Riesen-Konterchance für Duisburg. Ghvinianidze hatte leichtfertig in der gegnerischen Hälfte den Ball vertändelt, schnell überbrückten die Gäste das Mittelfeld, doch Patrick Milchraum konnte im letzten Moment vor dem einschussbereiten Marco Caligiuri das Leder weggrätschen (29.). In der 31. Minute segelte ein weiter Ball auf Josh Wolff in den Strafraum, der US-Amerikaner konnte das Leder aber nicht mehr kontrolliert aufs Duisburger Tor schießen. Zwei Minuten später kam Milchraum aus 14 Metern in halblinker Position zum Schuss, doch das Leder prallte von Iulian Filipescu ins Tor-Aus ab (33.). In der 41. Minute verletzte sich Duisburgs Torhüter Koch bei einer Rettungsaktion, für ihn kam Sven Beuckert. Sowohl Nicky Adler (44.) als auch Milchraum besaßen in der Schlussphase der ersten Hälfte gute Chancen, vergaben aber leichtfertig. Referee Dr. Merk ließ insgesamt vier Minuten nachspielen, aber die Duisburger konnten die glückliche Führung in die Pause retten. Bis auf die ersten zehn Minuten dominierten die Löwen ganz klar das Spiel; beide Gästetore entstanden aus unglücklichen Szenen der 1860-Defensive. Aber wie in Freiburg versäumte es das Team von Walter Schachner in der Folge, die Vielzahl an Chancen in Tore umzumünzen.

Die Löwen waren auch nach Wiederanpfiff das dominierende Team. Nach einer Baier-Flanke von der rechten Seite versuchte Schwarz an der Strafraumgrenze das Leder direkt zu nehmen, traf es aber nicht voll, sodass der Ball nur Richtung Tor kullerte (50.). Ganz gegen seine Gewohnheiten verstärkte MSV-Trainer Rudi Bommer in der 56. Minute seine Defensive, indem er Stürmer Markus Kurth vom Feld nahm und dafür Mittelfeldspieler Mihai Tararache brachte. In der 59. Minute lag vielen Löwen-Fans der Torjubel bereits auf den Lippen. Nach einem Konter lief Adler auf der rechten Seite in den Strafraum, passte in die Mitte auf den mitgelaufenen Vucicevic, dessen Schuss aus acht Metern konnte Beuckert jedoch parieren (59.). Beinahe hätten die Duisburger mit ihrer ersten Möglichkeit nach der Pause das 3:1 erzielt. Wieder ging dem ganzen eine äußerst strittige Schiedsrichterentscheidung voraus. Lavric war bei einem Zweikampf 22 Meter vor dem Löwen-Tor auf den Ball getreten, Dr. Merk entschied auf Freistoß. Kapitän Björn Schlicke zielte flach aufs linke untere Eck, Hofmann konnte mit einer tollen Parade retten (70.). In der 77. Minute endlich der längst verdiente Ausgleich für die Löwen. Milchraum hatte von links in die Mitte geflankt, MSV-Verteidiger Filipescu wehrte per Kopf ab. Das Leder kam ans rechte Strafraumeck, wo Vucicevic stand und zum 2:2 ins lange Eck zum Endstand traf.

Duisburg blieb auch im 16. Spiel in Folge ohne Niederlage. Aber selten stand eine Mannschaft in dieser Saison so unter Druck, wie die Gäste in diesem Spiel. In der gesamten Partie hatten sie keine klar heraus gespielte Torchance. 1860 unterliefen einmal mehr viele individuelle Fehler. Außerdem ging das Team leichtfertig mit seinen Möglichkeiten um.

1860: 1 Hofmann – 16 Thorandt, 4 Hoffmann, 19 Ghvinianidze, 3 Schäfer – 23 Adler, 24 Baier, 8 Schwarz, 26 Milchraum – 11 Wolff, 7 Vucicevic.
Ersatz: 20 Tschauner (Tor) – 15 Göktan, 17 S. Bender, 27 Ziegenbein, 28 Eberlein, 33 Johnson.

Duisburg: 1 Koch – 2 Weber, 3 Filipescu, 4 Schlicke, 7 Bugera – 13 Bodzek, 6 Caligiuri – 16 Mokhtari – 18 Kurth, 9 Lavric, 17 Daun.
Ersatz: 26 Beuckert (Tor) – 8 Tararache, 11 Wolters, 20 Grlic, 21 Markus Neumayr, 29 Willi, 30 Lanzaat.

Wechsel: Göktan für Adler (76.) – Beuckert für Koch (42.), Tararache für Kurth (56.).

Tore: 0:1 Mokhtari (5., Elfmeter), 0:2 Lavric (7.), 1:2 Hoffmann (17.), 2:2 Vucicevic (77.).
Gelbe Karten: Mokhtari, Bodzek.
Zuschauer: 32.200 in der Allianz Arena.
Schiedsrichter: Dr. Markus Merk (Kaiserslautern); Assistenten: Heiner Müller (Nalbach), Florian Steinberg (Korntal).

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Bilder des Spiels gibt es bis Ende der Woche auf meiner HP, die man in meinem Profil finden kann.

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