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 1860 - Die Löwen
Steini Offline

500PS


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21.05.2007 09:33
2:2 in Aue: Löwen verteidigen Platz 8 – Göktans Doppelpack Zitat · antworten

In einem flotten Spiel gelang den Löwen beim 2:2 in Aue der erste Punktgewinn im Erzgebirgestadion. Durch dieses Remis verteidigten sie in der Abschlußtabelle den 8. Rang. Berkant Göktan hatte mit seinem 9. und 10. Saisontreffer (9. und 22.) jeweils die Sechziger in Führung gebracht, Florian Heller (21.) glich mit einem „Sonntagsschuss“ zum 1:1 aus, Andrzej Juskowiak (59.) gelang in seinem letzten Spiel für Aue das 2:2.

Personal: Im letzten Saisonspiel hatte Löwen-Coach Marco Kurz kaum noch Alternativen. Nemanja Vucicevic (Außenmeniskuseinriss im linken Knie), Paul Agostino (Mittelfußbruch), Torwart Michael Hofmann (Muskelfaserriss), Danny Schwarz (Zehenbruch), Josh Wolff (Aufbautraining nach Muskelfaserriss), Markus Thorandt (Muskelfaserriss) und Nicky Adler (Kapselverletzung) fehlten verletzt, Alexander Eberlein weilte bei der U19-Nationalmannschaft, Roman Tyce gab am Freitag sein Debüt in der Amateurmannschaft und Harald Cerny befindet sich noch im Aufbautraining. So saßen anstatt sieben möglicher Spieler nur fünf auf der Löwen-Bank im Erzgebirge.

Spielverlauf: Die erste Chance des Spiels besaßen die Sachsen. In der 7. Minute erlief Skerdilaid Curri auf der rechten Seite einen Steilpass, zog vom rechten Strafraumeck ab, doch Löwen-Keeper Philipp Tschauner parierte seinen Schuss. Zwei Minuten später schlug Patrick Milchraum aus der eigenen Hälfte den Ball hoch vor den Aue-Strafraum, Berkant Göktan war sofort gestartet, nahm das aus dem Rücken kommende Leder aus 20 Metern direkt, traf genau durch die Beine des ihm entgegenstürmenden Torhüters Tomasz Bobel zur Führung ins Netz des FC Erzgebirge (1:0). Es war bereits der 9. Saisontreffer des Deutsch-Türken in seinem 13. Einsatz für die Löwen-Profis. Aue verstärkte anschließend den Druck und wurde durch einen Treffer Marke „Tor des Monats“ belohnt. Lukasz Szukala hatte eine Flanke per Kopf am eigenen Torraum abgewehrt, Florian Heller nahm das Leder aus 20 Metern direkt, traf volley unter die Latte, von wo aus der Ball die Linie zum 1:1 überquerte (21.). Lange konnten sich die Sachsen nicht über den Ausgleich freuen. Bereits im direkten Gegenzug gelang Sechzig die erneute Führung. Marcel Schäfer hatte von der linken Seitenlinie in die Mitte geflankt, Göktan kam in der Mitte aus sieben Metern unbedrängt zum Kopfball, traf mit seinem 10. Saisontreffer zum 2:1 (22.). Damit ist der 26-Jährige der beste Zweitliga-Torschütze der Rückrunde! Zwei Minuten später zog Patrick Milchraum flach von der Strafraumgrenze ab, der Ball kam genau auf Torhüter Bobel, der ihn aber nicht festhalten konnte, Antonio Di Salvo setzte nach, wurde aber wegen angeblichen Foulspiels zurückgepfiffen (24.). In der 26. Minute versuchte es Kevin Hampf auf halblinks mit einem 20-Meter-Schuss, verfehlte das Tor klar, doch Andrzej Juskowiak kam von hinten angestürmt, grätschte aber knapp am Ball vorbei (26.). Zwei Minuten später schoss Hampf fast aus der gleichen Position, diesmal musste Tschauer eingreifen, konnte den Ball wegfausten. In der 30. Minute bejubelten die Auer den erneuten Ausgleich. Tom Geißler hatte von der Torauslinie filigran per Hacke zurückgelegt, Juskowiak schob ein, doch Schiedsrichter Mike Pickel entschied nach Rücksprache mit seinem Assistenten, dass das Leder zuvor im Aus gewesen sei. So blieb es bei der Löwen-Führung. Erneut zwei Minuten später hatten die Sechziger erneut Riesenglück. Marco Kurth und Dimitar Rangelov liefen alleine auf Tschauner zu. Kurth passte von rechts in die Mitte zu Rangelov, der aber bereits zu nahe vorm Tor stand, sodass er das Leder nicht mehr kontrollieren konnte und weit übers Tor zielte (32.). In der 41. Minute hatte Göktan gar den dritten Treffer auf dem Fuß. Nach einem Konter lief er über rechts alleine auf Torhüter Bobel zu, schob aber mit links am langen Eck vorbei. In der Mitte beschwerte sich der mitgelaufene Di Salvo, weil ihn Göktan nicht angespielt hatte. Die letzte Chance vor der Pause besaß Juskowiak. Sein Schuss aus 14 Metern konnte Löwen-Keeper Tschauner jedoch parieren (42.).

Die Löwen kamen besser in die 2. Halbzeit. Daniel Baier hatte aus halbrechter Position in die Mitte geflankt, Di Salvo stieg zusammen mit Hendrik Liebers hoch, sein Kopfball strich aber knapp übers Tor (47.). Die Gäste in dieser Phase klar die dominierende Mannschaft, aber Aue konterte im eigenen Stadion. Der agile Curri stürmte über die linke Seite nach vorne, legte auf den völlig freistehenden Rangelov in der Mitte, der aber zu lange mit dem Abschluss zögerte, sodass Tschauner ihm entgegenlaufen und den Schuss abwehren konnte (53.). Aue erhöhte die Schlagzahl in der Folge. In der 56. Minute war es Marcel Schäfer, der gerade noch einen Schuss von Heller im Strafraum blocken konnte (56.). Im Anschluss an einen Eckball musste Milchraum einen Rangelov-Kopfball auf der Linie abwehren (58.). Kurz danach war es aber geschehen. Heller hatte sich im Strafraum auf der linken Seite bis fast zur Torauslinie durchgespielt, legte den Ball zurück, wo Juskowiak aus neun Metern unbedrängt zum 2:2 traf (59.). Nach einem Konter hätte Göktan erneut die Löwen in Führung bringen können. Milchraum hatte von links halbhoch an den Torraum geflankt, Göktan nahm das Leder direkt aus der Luft mit dem Fuß, doch Bobel lenkte es mit einem Reflex über die Latte (65.). Juskowiak hätte ihn seinem letzten Spiel für Aue sich einen perfekten Abgang verschaffen können. In der 79. Minute passte Curri scharf in die Mitte auf den freistehenden Polen, der aber mit dem eigenen Körper den Ball aus kurzer Distanz vom leeren Löwen-Tor ins Aus lenkte. Eine kuriose und glückliche Szene für das Team von Trainer Marco Kurz! In der 90. Minute hatte der eingewechselte Björn Ziegenbein das 3:2 auf dem Schlappen. Aus 15 Metern zog er ab, Bobel riss die Faust nach oben, lenkte mit dieser Parade den Ball auf die Oberkante der Latte. So blieb es bei der Punkteteilung in einem Spiel, in dem beide Mannschaften genügend Chancen zum Sieg besaßen. Damit konnten die Löwen den 8. Platz in der Tabelle verteidigen.

Die Löwen haben die Saison mit 48 Punkten auf Rang acht beendet. Neben Karlsruhe steigen Rostock und Duisburg in die Bundesliga auf, Braunschweig, Burghausen, Unterhaching und Essen müssen den bitteren Gang in die Regionalliga antreten.

Trainerstimmen zum Spiel:

„Wir wollten den 8. Platz verteidigen. Das ist uns gelungen“, zeigte sich Löwen-Coach Marco Kurz zufrieden. „Das war auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten wichtig. Zudem hat die Mannschaft in ihrer sportlichen Entwicklung einen weiteren Schritt nach vorne gemacht.“ Schließlich habe man gegen eines der heimstärksten Teams gepunktet. „Beide Mannschaften haben mit offenem Visier gespielt, den Zuschauern eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Partie geboten. Meine Mannschaft hat dagegengehalten, den Kampf angenommen. Der Punkt geht absolut in Ordnung, es wäre sogar ein Sieg drin gewesen.“ Jedoch haderte der 38-Jährige mit der Defensiv-Leistung seines Teams. „Mit der Offensive bin ich sehr zufrieden.“ Nach dem Freundschaftsspiel am Dienstag, 22. Mai, in Kirchheim/Teck geht’s in den Urlaub. „Ich bin froh, dass wir die Punktspielsaison mit einem Erfolgserlebnis abschließen konnten.“

Dagegen war Erzgebirge-Trainer Gerd Schädlich verärgert. „Wir wollten unbedingt die Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz abschließen. Das ist uns nicht gelungen. Deshalb bin ich auch mit dem einen Punkt nicht zufrieden, weil wir dadurch unser Ziel nicht erreicht haben.“ Sein Team hätte den Löwen das Toreschießen zu leicht gemacht. „Am Ende war die Punkteteilung in Ordnung“, musste er nach der Großchance von Björn Ziegenbein in der Schlussminute konstatieren.

Aue: 25 Bobel – 5 Loose, 6 Emmerich, 17 Liebers, 12 Hampf – 11 Heller, 7 Kurth, 13 Geißler – 14 Curri, 19 Rangelov – 29 Juskowiak.
Ersatz: 21 Keller – 4 Adamski, 8 Mi. Schäfer, 9 Klinka, 15 Dostalek, 27 Rupf.

1860: 20 Tschauner – 4 Hoffmann, 30 Szukala, 5 Berhalter, 3 Schäfer – 19 Ghvinianidze, 22 L. Bender – 24 Baier, 15 Göktan, 26 Milchraum – 9 Di Salvo.
Ersatz: 12 Pentke (Tor) – 17 S. Bender, 27 Ziegenbein, 32 Burkhard, 33 Johnson.

Wechsel: Adamski für Hampf (67.), Dostalek für Heller (78.), Klinka für Juskowiak (86.) – Ziegenbein für Baier (72.), S. Bender für L. Bender (75.), Johnson für Ghvinianidze (84.).

Tore: 0:1 Göktan (9.), 1:1 Heller (21.), 1:2 Göktan (22.), 2:2 Juskowiak (59.).
Gelbe Karten: – L. Bender, Baier.
Zuschauer: 13.500 im Erzgebirgsstadion.

Schiedsrichter: Mike Pickel (Mendig); Assistenten: Michael Karle (Waiblingen), Markus Sinn (Filderstadt).

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